zum 50sten in der serengeti - ein tag serengeti

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Endlich mal ging es noch vor Sonnenaufgang los. Heute waren wir nur zu viert im Toyota, weil Monika und Hanspeter mit Moni und Kurt eine Ballonfahrt unternahmen. Das war sehr angenehm, weil man etwas mehr Platz hatte, die Köpfe aus dem Dach zu strecken.

Der Sonnenaufgang war traumhaft. Ein Auto stand am Wegrand, um das Morgenrot hinter einem mickrigen Bäumchen zu beobachten, doch wir fuhren ein paar Meter weiter und hatten im Hintergrund eine stattliche Schirmakazie. Das andere Auto tat es uns gleich. Gute Wahl! Wir genossen das Spektakel, das nach kurzer Zeit schon wieder vorbei war.

 

Noch im schönen Morgenlicht entdeckte Abuu, unser Adlerauge, zwei Löwen-Mamas mit vier etwa einwöchigen und einem etwa einmonatigen Baby. Die kleinen tollten herum, ärgerten die Mama oder Amme - das war bei den Löwen nie klar auszumachen - indem sie deren Schwanz jagten. Es war eine Wonne, dem Treiben beizuwohnen. Als die Familie aufstand und davon ging, dachte ich, dass die Show zu Ende sei, doch sie bewegten sich lediglich ein paar Meter weiter. In der Ferne war ein Tier auszumachen und die Löwinnen überlegten, ob sich eine Jagd lohnen würde, entschieden sich jedoch dagegen.

Nach weiteren paar Minuten wechselten die Katzen die Strassenseite und bestiegen einen Felsen. Wir fuhren auf die Gegenseite des Gesteins. Inzwischen waren viele Autos um den Felsen versammelt, um die süsse Bande zu beobachten. Was nun folgte, überraschte mich sehr. Die beiden Löwinnen trennten sich von den Jungen, um ein Warzenschwein zu jagen. Als sich das grössere der fünf Babys auf die Strasse begab, jammerten die kleinen Kätzchen jämmerlich. Erst als ihre Schwester wieder bei ihnen war, gaben sie Ruhe und kletterten weiter auf dem Felsen herum.

     

Auf dem Weg zum Flughafen, um die Ballonfahrer abzuholen, begegneten wir einem Löwen, der sehr krank aussah und nochmals vier Löwen im hohen Gras, die kaum zu sehen waren. Ein Löwe lief vor uns auf der Strasse und schien uns überhaupt nicht zu bemerken. Oder es war ihm egal.  In der Ferne streiften zwei Geparden umher. Wir mussten uns jedoch beeilen, um nicht zu spät beim Flughafen anzukommen.

     

Die Ballooners waren jedoch noch nicht angekommen. So verweilten wir auf dem Picknickplatz und beobachteten Klippschliefer, die dort herumtollten. Als die vier Ausflügler eintrafen, fuhren wir für einen späten Brunch in die Lodge zurück. Es gab unter anderem Hühnchen, Omelette und Pommes frites. Anschliessend konnten wir bei einer ausgiebigen Siesta ausruhen, um dann auf die nachmittägliche Pirschfahrt aufzubrechen.

Der Höhepunkt der Nachmittagsfahrt war ein Gepard. Weiter ging es zu Fluss, an dem es fürchterlich stank. Viele Nilpferde tummelten sich im Wasser. An einem kleinen See standen Marabus herum, Elefanten, Giraffen und Gazellen zeigten sich zum Abschluss der heutigen Ausfahrt.

                   

In der Lodge erzählte uns Salim etwas über Tansania und ein paar ausgewählte Tiere. Zum Abendessen ging es heute in den Aussenbereich, wo ein Barbecue abgehalten wurde. Es war sehr gemütlich. Wir bekamen Massai-Tücher um die Schultern und das Essen schmeckte hervorragend. Besonders die Ziege oder das Lamm (mal wurde gesagt, es sei Lamm, dann Ziege…) war köstlich. Dazu gab es eine sehr scharfe rote Sauce, das müsste Pili Pili gewesen sein. Sie war gut, aber ich musste sie sparsam verwenden, da sie schon arg brannte.