zum 50sten in der serengeti - abreise

Beitragsseiten

Der letzte Tag brach an. Wie die anderen gestern, war unsere Abholzeit auf 13:00 Uhr terminiert, so dass wir den Morgen noch geniessen konnten. Das taten wir auch, denn wir mussten zum Glück unser Zimmer erst um 13:00 Uhr verlassen. Wir duschten und als wir fertig waren, stellten wir mit Schrecken fest, dass es heftig regnete. Ein richtiger Tropenregen prasselte auf unser Haus nieder und versetzte den sandigen Weg vor unserem Zimmer in einen fliessenden Bach. So schnell, wie der Regen gekommen war, so schnell hörte er auch wieder auf und als wir raus gingen, war der Sand wieder fast trocken.

Unser Fahrer war bereits eingetroffen, so dass wir etwas früher zum Flughafen aufbrachen. Wie gestern zum Jozani-Wald, wurden wir in einer bequemen Limousine chauffiert. Schulkinder gingen rechts und links die Strasse entlang. Es war wohl gerade Schulschluss. Ein Mädchen spazierte die längste Zeit vor uns mitten auf der Strasse und als der Fahrer es überholte, schlug es mit seiner Tasche gegen unser Auto. Ich hatte mich ziemlich erschrocken.

In Stone Town kamen wir nur sehr langsam vorwärts, denn die Strassen standen grösstenteils unter Wasser. Der Regen hatte die Gegend überschwemmt und durch den trockenen Boden konnte das Wasser nicht abfliessen. Schliesslich kamen wir dann am Flughafen an, wo uns sofort Kofferträger unser Gepäck abnahmen. Sie fuhren es ein paar Meter mit dem Wagen, um es uns am defekten Sicherheitscheck wiederzugeben - nicht ohne ein Trinkgeld zu kassieren.

 

Nach der Security mussten wir unser Gepäck einchecken. Da Angie und Heinz dieselben Taschen hatten, wie ich, mussten wir höllisch aufpassen, dass sie nicht verwechselt wurden. Die beiden wollten nämlich nach München fliegen und wir nur bis Frankfurt. Wir wurden alle vier gleichzeitig abgefertigt, und ich hatte Mühe, das Gepäck im Auge zu behalten, was mir aber trotzdem erfolgreich gelang - sehr zur Verwirrung des Angestellten, der die Kleber an den Taschen anbrachte.

Wo ging es nun lang? Es gab Schalter mit der Aufschrift "Immigration", aber wir wollten ja nicht einreisen. Wieder mussten wir ein Formular ausfüllen und bei der "Immigration" abgeben, um ausreisen zu können. Anschliessend waren wir in der kleinen Wartehalle, bis unser Flug aufgerufen wurde.

Ein paar Stunden später landeten wir in Addis Abeba, wo wir dreieinhalb Stunden Aufenthalt hatten. Diesmal mussten wir durch den Sicherheitscheck, wo wir ewig lange anstehen mussten. Das machte nichts, denn wir hatten ja Zeit.

Im Flugzeug sass die längste Zeit niemand neben uns. Ich schaute aus dem Fenster, von wo aus ich das Fingerdock beobachten konnte. Bei jedem Nachzügler befürchtete ich, dass er sich neben Reiner setzen würde. Als es hiess "Boarding completed" und noch niemand auf dem dritten Platz sass, jubelte ich innerlich. Doch dann kam noch jemand rennend ins Flugzeug und setzte sich … an einen anderen Platz. Wir hatten tatsächlich das Glück, zu zweit drei Plätze besetzen zu dürfen. So verlief der Flug einigermassen entspannt. Auch das Essen war besser, als auf der Hinreise.

In Frankfurt kamen wir etwas verspätet an. Wir verabschiedeten uns von Angie und Heinz und eilten zum Fernverkehrszug. Eigentlich hätte es auf den nächsten Zug gereicht, doch Baustellen und ein riesiger Personenstrom verhinderten ein zügiges Vorwärtskommen. Schliesslich waren noch zwei Minuten bis zur Abfahrt, da entschieden wir uns für eine spätere Verbindung. Reiner reservierte uns Sitzplätze und wir frühstückten erst etwas, bevor wir losfuhren. Die Reservation war eine gute Idee, denn sowohl der Zug nach Mannheim wie auch der Zug von Mannheim nach Basel waren sehr voll. Beide Male mussten wir Personen von unseren reservierten Sitzplätzen vertreiben.

Nach knapp drei Stunden Zugfahrt kamen wir müde und voller wundervoller Erinnerungen im Gepäck zu Hause an, wo uns ein beleidigter Kater nicht empfangen wollte. Ein paar Minuten später wich er uns nicht mehr von der Seite. Wenn es nach ihm ginge, dürften wir nie wieder weg, ich aber freue mich bereits auf die nächsten Abenteuer.