falkirk, kelpies und heimkehr
Am letzten Reisetag packen wir die Koffer und geniessen noch ein letztes Mal ein traditionelles schottisches Frühstück. Aus dem Auto heraus werfen wir einen Blick auf das wundervolle Inveraray Castle. Auf dem Weg nach Edinburgh fahren wir am Stirling Castle vorbei und halten in Falkirk für zwei Attraktionen, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Das Falkirk Wheel ist das einzige rotierende Schiffshebewerk der Welt und verbindet den Forth & Clyde Canal mit dem 24 Meter höher gelegenen Union Canal. Eine elegante Konstruktion aus Stahl, die zwei mit Wasser gefüllte Gondeln trägt und dabei nicht mehr Energie verbraucht, als es bräuchte, um acht Wasserkocher zum Kochen zu bringen. Technisch beeindruckend – aber der Besucherbereich drumherum wirkt eher wie ein Freizeitpark.
Die Kelpies gleich nebenan brauchen keinen Kontext, um zu beeindrucken. Zwei 30 Meter hohe Pferdekopfskulpturen aus Stahl – zu Ehren der Clydesdale-Arbeitspferde, die einst die Kanalboote zogen, und benannt nach den Kelpies, den mythischen Wassergeistern der schottischen Folklore. Schon allein ihre schiere Grösse verschlägt einem die Sprache.
Im Moxy-Hotel beim Flughafen Edinburgh checken wir ein, deponieren das Gepäck und fahren mit dem Mietwagen in die Stadt, um ihn bei Sixt abzugeben. Der Angestellte findet einen Kratzer, der in seiner Liste fehlt. Reiner hat ihn vor Reiseantritt fotografiert – leider auf der externen Festplatte, die im Hotel liegt. Wir bieten an, das Foto per Mail nachzuschicken, der Angestellte ist etwas mürrisch, lässt es dann aber gut sein.
Die Hitze und die Menschenmassen in der Stadt erschlagen uns fast. Gerade ist ein Halbmarathon zu Ende gegangen, dazu kommen Pfingstwochenende und Spring Bank Holiday – kombiniert mit Sommerwetter. Wir schlendern ein bisschen, essen noch einmal und fahren dann mit dem Airlink 100 zum Hotel, wo wir unseren Begrüssungscocktail einfordern.
Am nächsten Morgen laufen wir zum Flughafen – der Bus könnte an der letzten Haltestelle voll sein, und wer will schon dieses Risiko eingehen. Beim Check-in erfahren wir, dass wir zum Automaten müssen. Warum nicht gleich so? Bei der Security hängt Reiner, weil das Schweizer Taschenmesser im Handgepäck steckt statt im Koffer. Danach ist es entspannt: Essen in der All Bar One, zum Gate, Boarding. Der junge Mann neben uns kommt vom Junggesellenabschied seines Bruders.
Mit dreiviertel Stunden Verspätung landen wir in Basel. Der Pilot kündigt 33 Grad an – nach drei Wochen mit durchschnittlich zehn gefühlten fünf lässt uns das kalt. Oder heiss. Die Passkontrolle geht so schnell wie noch nie, das Gepäck kommt zügig. Bloss der Bus ist so voll, dass wir den nächsten nehmen.
Und dann sind wir daheim. Die Ferien sind vorbei. Schottland bleibt.