Nur noch wenige Tage in Schottland, das Wetter weint mit uns. Treffen wir wieder auf einen "Archie"? Finden wir eine Burg, die noch schöner ist als die bisherigen? Zeigt sich der Wettergott gnädig?
argyll & heimkehr
auf dem weg nach inveraray
Das Wetter am Abreisetag von Islay ist grau und nass – kein Abschied, der einem nachläuft. Wir fahren ohne Umwege nach Inveraray. Einmal mehr werden wir im Hotel herzlich begrüsst – diesmal wartet sogar eine bodenebene Dusche auf uns. Keine Badewanne zum Drübersteigen. Die kleinen Dinge zählen.
inveraray castle und die loch fyne oyster bar
Am nächsten Morgen ist es das Inveraray Castle, das uns den Tag strukturiert. Das Schloss am Ufer des Loch Fyne ist seit dem 15. Jahrhundert Sitz des Campbell-Clans – genauer gesagt der Dukes of Argyll, einem der mächtigsten Adelsgeschlechter Schottlands. Das heutige Gebäude, mit seinen vier markanten Ecktürmen und der neugotischen Fassade, wurde im 18. Jahrhundert errichtet und ist bis heute bewohnt. Die Innenräume sind opulent: Tapisserien, Gemälde, Familienwappen, ein Eingangsbereich, dessen Decken die Schilde aller Campbell-Familien zeigen. Interessant und hübsch – aber es sind zu viele Besucher für meinen Geschmack. Der Garten dahinter ist die eigentliche Entdeckung. Draussen blüht alles, was blühen kann, und ein betörender Duft liegt in der Luft. Je weiter man sich vom Schloss entfernt und durch die alten Bäume wandelt – darunter mächtige Sequoias – desto weniger Menschen sind da.
Nach dem Schloss essen wir bei der Loch Fyne Oyster Bar hervorragend: eine Brown Crab mit Chips für mich – die besten in ganz Schottland, bis sie kalt werden, weil ich damit beschäftigt bin, das Fleisch aus dem Tier zu pulen. Reiner isst eine Forelle mit Nizza-Salat, ebenfalls köstlich.