glen coe – auch bei regen ein traum
Den nächsten Tag verbringen wir im Glen Coe. Beim Visitor Center schauen wir uns zuerst eine rekonstruierte Torfhütte an – eine dieser kargen, geduckten Behausungen, in denen die Highlander einst lebten, bevor die Clearances sie von ihrem Land vertrieben. Das Glen Coe trägt diese Geschichte mit sich; man spürt sie in der Weite und Stille des Tals.
Das Wetter hält nicht, was der Morgen verspricht. Doch das Glen Coe braucht keine Sonne. Die Berge, die das Tal flankieren – Bidean nam Bian, der Aonach Eagach, die Three Sisters – stehen in Wolken gehüllt wie etwas, das lieber nicht vollständig gesehen werden möchte. Das Licht ist weich und grau, die Hänge sind in tausend Grüntöne getaucht, ein Bach glitzert durch das Moor. Wer hier durchfährt und denkt, er könne es sich kurz anschauen, irrt sich. Das Tal hält einen fest.
Im The Ben Lui Restaurant in Crianlarich wärmen wir uns auf. Reiner isst einen köstlichen Lachs, ich ein Steak Pie, sehr zu empfehlen.