balmoral castle und glenfiddich
Frühmorgens fahren wir zum Tomintoul Bird Hide. Kiebitze zeigen sich, und Hasen – viele Hasen, in voller Aktion.
Dann das Balmoral Castle: Seit 1852 ist das Schloss im Deeside-Tal der schottische Sommersitz der britischen Königsfamilie. Prinz Albert kaufte das Anwesen für Königin Victoria, die sich in die Landschaft verliebt hatte; seither wurde es von Generation zu Generation erweitert und gepflegt. König Charles III. hat die Gärten in den letzten Jahren weiterentwickelt und den öffentlichen Zugang ausgebaut. Wir besichtigen den schönen, von Prinz Albert angelegten Garten mit seinen gepflegten Rabatten, Gewächshäusern und Obstgärten sowie den Ballsaal im Inneren – den einzigen Raum, den Besucher betreten dürfen und den wir weder fotografieren noch filmen dürfen. Er ist überraschend klein und weniger pompös als erwartet, aber hübsch, und es gibt viel über Queen Elizabeth II. zu erfahren, die in jungen Jahren eine sehr schöne Frau war. Auch ein Whisky ist ausgestellt, den sie zu ihrem 25. Geburtstag geschenkt bekommen haben soll.
Die Glenfiddich Distillery – 1886 von William Grant gegründet, bis heute in Familienbesitz und der meistverkaufte Single Malt der Welt – erreichen wir zu spät für eine Führung. Der Name bedeutet auf Gälisch «Tal der Hirsche», was den Hirsch im Logo erklärt. Der hübsche Shop entschädigt uns: ein Dreier-Set Whisky, ein grosses Nosing Glas mit eben diesem Hirsch-Emblem. Der Verkäufer ist herzlich und schenkt uns zwei Gläser dazu. Reiner hält sie für Wassergläser, ich für Tumbler. Schön sind sie – da sind wir uns einig.