Gesättigt strebten wir der «Elphie» zu, um auf der «Plaza» die Aussicht zu bewundern. Vor uns standen nur wenige Leute an, um ein kostenloses Ticket für die Aussichtsplattform zu bekommen, zu der eine einzigartige, gebogene Rolltreppe führt. Die Aussicht ist herrlich und sollte bei keinem Hamburg-Besuch fehlen. Der Wind blies gewaltig, Sonne und Wolken wechseln sich ab, aber es blieb trocken.




Der nächste Punkt war die Kaffeerösterei, doch da war ich etwas enttäuscht. Meine Hoffnung, eine Rösterei zu besuchen wurde zerschlagen. Es handelt sich vielmehr um ein sehr beliebtes Café und einen hübschen Laden mit Delikatessen, Kaffee- und Teegeschirr, sowie natürlich Kaffee.



Wir zogen weiter durch die Speicherstadt und gelangten schliesslich beim Westfield Hamburg-Überseequartier an, das vor einem Jahr seine Tore eröffnet hatte.
Es gab jede Menge Geschäfte zu entdecken. Wir bummelten durch die Gassen und setzten uns in eines der zahlreichen Restaurants, um uns zu erfrischen und die Leute zu beobachten.

Zwei Frauen fielen auf, weil sie so riesige Calvin Klein-Taschen mit sich trugen, wie ich sie noch nie gesehen hatte.
Anschliessend schlenderten wir am Kai entlang und genossen das bunte Frühlingstreiben. Es erinnerte ans Basler Rheinbord an einem sonnigen Tag.


Inzwischen war das Frühstück verdaut und wir hofften einen der wenigen, begehrten Tische in der schrägen Oberhafen-Kantine zu ergattern. Der Fussmarsch sollte belohnt werden, wir bekamen den letzten Tisch, alle anderen, die nach uns kamen, wurden wieder weggeschickt.
«Hamburgs schrägster Ort», nannte ein Reporter dieses Häuschen und tatsächlich gibt es keine gerade Wand an dem urigen Ort, an dem handgemachte, regionale und saisonale Spezialitäten angeboten werden. Reiner probierte sein erstes Labskaus – das Beste, wie ihm versichert wurde – und ich genoss einen Seelachsburger mit Bärlauchsauce. Sie sollte recht behalten: Das Essen war ein Genuss und die Originalität des Ortes kaum zu übertreffen.
Zum Dessert gönnten wir uns eine Rhabarbergrütze, auch die war hervorragend zubereitet. Als wir das Lokal verliessen, wurde es gerade einer Gruppe Touristen an einer Führung präsentiert.





Was jetzt? «Planten un Blomen» hielten wir beide für eine gute Idee zum Abschluss des sonnigen Tages und wir wurden nicht enttäuscht. Die Kirschbäume standen in voller Blüte und lockten Influencer, aber auch uns an, um die zarten Blüten auf Film und Foto festzuhalten. Immer wieder setzten wir uns hin, genossen den herrlichen Tag, um dann wieder weiter zu schlendern. Im Hotel angekommen, beschlossen wir den Abend mit einem Drink in der Cave Bar des Hotels.






