ferien in zeiten von corona

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Im Herbst 2019, als wir mit der Reiseplanung für September 2020 starteten, war die Welt noch in Ordnung. Corona trank man aus der Flasche und Masken trug man an der Fasnacht oder im OP-Saal. 

Wir buchten ein wunderschönes Appartement in Cádiz mit eigener Dachterrasse sowie die Flüge von Basel nach Málaga und von Madrid wieder zurück. Alles hätte so schön sein können, doch dann stellte ein Virus alles auf den Kopf. Es kamen Einschränkungen und danach Lockerungen. Mit den Lockerungen rückte Andalusien als Ferienziel wieder in den Bereich des Möglichen. Doch leider stiegen mit den Lockerungen auch erneut die Ansteckungen und die Einschränkungen wurden wieder verstärkt. Am 12. August, viereinhalb Wochen vor Abreise, erklärte der Bundesrat, dass sich Spanien-Rückkehrer in eine 10-tägige Quarantäne zu begeben hätten. Dies, weil Spanien die 14-Tage-Inzidenz von 60 überschritten hatte. Die Balearen und die Kanaren waren von dieser Regel ausgenommen. 

Mit einem Wert von 5.6 lagen die Kanaren weit unter dem Schwellenwert von 60, deshalb informierten wir uns noch am selben Tag über die Inseln und entschieden uns für Teneriffa. Die Flüge waren schnell umgebucht. Nun stand unserer Erholung eigentlich nichts mehr im Weg. Doch die Fallzahlen nahmen rasant zu und liessen uns zittern. Zweieinhalb Wochen vor Reiseantritt kamen die Balearen ebenfalls auf die Liste der Länder und Gebiete, aus welchen Reisende sich in Quarantäne zu begeben hatten. Deutschland gab am 2. September eine Reisewarnung für die Kanaren ab, die Schweiz erliess (noch) keine Massnahmen. Einen Tag vor Abflug füllten wir eine Gesundheitserklärung für die spanischen Behörden aus und erhielten einen QR-Code, den wir bei der Einreise vorweisen mussten.