unter der sonne andalusiens - novo sancti petri

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Die Weiterfahrt verlief unspektakulär. Auch beim Hotel Barrosa Palace, einem Fünfsternehotel, versagte unser Navi. Hier mussten wir etwas mehr Aufwand betreiben, um es trotzdem zu finden. Wir wurden mit einem Sekt begrüsst. Antonio brachte unser Gepäck aufs Zimmer und fuhr unser Mietauto in die Tiefgarage. Das Zimmer war sehr schön mit einem grossen Bad, einem Schlaf- und Wohnbereich, die mit einem Paravent etwas unterteilt waren. Vom Balkon aus konnten wir ein bisschen vom Meer sehen.

Besonders auffallend war die Sauberkeit. Weder auf den Fluren noch im Zimmer konnte man ein Stäubchen entdecken. Etwas verwirrt war ich am Anfang, als wir von den anderen Gästen mit "guten Abend" und "guten Morgen" begrüsst wurden. Ich hatte mich so an das "Hola" oder "Buenos dias" gewöhnt.

Das Frühstück war gewaltig. Es gab Sekt und sogar Kaviar, aber trotzdem fehlte mir der frisch gepresste Orangensaft vom ADH Isla Cristina. Auch die warmen Speisen waren nicht alle perfekt zubereitet. Dafür war der Service sehr aufmerksam und freundlich. Die gesamte Anlage war sehr schön und gepflegt. Liegestühle wurden hier nach deutscher Manier bereits vor dem Frühstück reserviert, aber da Nebensaison war, konnten wir immer einen freien Platz ergattern, wenn wir vom Strand kamen und noch eine Runde im Pool schwimmen wollten.

  

Der Strand war zwar öffentlich, aber fast ausschliesslich von den Hotelgästen besucht. Es gab eine Strandbar namens "El Salaito La Barrosa", die nicht nur kühle Drinks servierte, sondern auch köstliches Essen. Sehr neugierig war ich auf die Vorspeise "Käsefondue mit Brot", die ich aber zu stolz war, zu bestellen. So weiss ich noch heute nicht, ob dies wirklich ein Schweizer Käsefondue gewesen wäre.

 

Leider gab es in Hotelnähe ausser der Strandbar keine spanischen Restaurants in Laufnähe, so dass wir meist zum Abendessen mit dem Auto ins Städtchen fuhren. Am ersten Abend assen wir eine Paella, die besser aussah, als dass sie mir schmeckte. Reiner fand sie ganz okay. 

    

Am besten gegessen hatten wir in der "Chiringuito Mojama Beach". Erst erschrak ich, als wir dort ankamen, denn es spielte eine Live-Band und deshalb standen jede Menge Leute an und vor der Bar, aber wir bekamen trotzdem noch einen Tisch, allerdings im Innern der Strandbar. Das Highlight war ein Ceviche vom Thunfisch mit Mango. Wie in der Bar El Belli in Isla Cristina war der Thunfisch von einer Qualität, wie ich ihn vorher noch nie gegessen hatte. Auch die anderen Speisen waren schön angerichtet und köstlich. Die Band spielte Rockmusik aus meiner Jungend - ein perfekter Abend.