andalusien - eine neue liebe - 03.06. - 07.06.2017 - conil de la frontera

03.06. - 07.06.2017 - conil de la frontera

hotel fuerte conil

Gemäss Buchung mussten wir zwischen 12:00 Uhr und 14:00 Uhr einchecken. Das kam uns nicht besonders gelegen, weil wir auf der Fahrt von Sevilla nach Conil einiges hätten anschauen wollen. Wir planten, um 12:00 Uhr einzuchecken und danach auf Erkundungsfahrt in die Umgebung zu gehen. Leider war unser Zimmer noch nicht fertig, als wir ankamen. Die, wie alle Angestellten des Hotels, deutschsprechende Rezeptionistin bot uns ein anderes Zimmer im Erdgeschoss an. Uns gefiel der Gedanke, vom Zimmer aus direkt in den Pool zu springen und suchten in dem riesigen Hotel nach dem entsprechenden Raum. Darin befand sich ein Babybett, für welches wir keine Verwendung hatten. Es würde entfernt, teilte man an der Rezeption mit. Ein paar Stunden später wurde es auch tatsächlich abgeholt und wir hatten Platz für unser Gepäck. Den Ausflug vertagten wir auf morgen.

Das Zimmer war schön und zweckmässig eingerichtet, die Hotelanlage riesig. Entsprechend gross und hübsch war auch der Pool mit seinen vielen Liegestühlen. Diese wurden jedoch von den überwiegend deutschen Touristen frühmorgens mit Handtüchern reserviert, so dass man kaum eine Chance hatte, einen solchen zu ergattern, obwohl das Reservieren von Liegestühlen an grossen Tafeln untersagt wurde.

Alles in dem Hotel war gross, auch das Frühstücksbuffet. Noch nie hatte ich so ein grosses Buffet gesehen. Die Qualität war gut, aber nicht so aussergewöhnlich, wie in Granada oder Córdoba, dafür um ein x-faches grösser. Das Personal im ganzen Haus war äusserst freundlich. Man merkte, dass es sich sehr um seine Gäste bemühte.

strand

Conil liegt am Atlantik, welcher bekanntermassen nicht besonders warm sein soll. Dieses Jahr hatte er bereits im Juni um die 20°C und ich war gespannt, ob ich darin baden würde.

Erstmal hielt ich bloss meine Zehen hinein, dann trat ich mit Knöcheln und Knien in den Ozean. Wegen der Wellen war ich innert kürzester Zeit vollkommen nass und hatte einen riesigen Spass, mich in die Fluten zu stürzen. Mir kam das Wasser überhaupt nicht kalt vor. Im Gegenteil, es fühlte sich einfach nur herrlich an.

Der Strand selber war ganz schön. Wir mieteten Liegestühle unter einem Sonnenschirm, verbrannten uns aber trotz des Schattens und der Sonnencrème mit Schutzfaktor 50 an den Beinen und Füssen.

conil

In Conil waren wir zum Entspannen und um uns die Gegend anzuschauen. Vom Städtchen selber sahen wir ausser ein paar Restaurants nicht viel. Auf jeden Fall probieren muss man den roten Thunfisch (auch Gelbflossenthunfisch), der hier frisch gefangen wird. Am besten schmeckte er roh als Sashimi, Carpaccio oder Tatar. Besonders lecker war "Mojama", das ist luftgetrockneter Thunfisch.

Am Samstag des Pfingstwochenendes war das Champions Leage Finale zwischen Juventus Turin und Real Madrid. In jedem Lokal lief ein Fernseher und vor allem die Männer sassen oder standen aufgeregt davor und feuerten Real an. Es half, denn Real gewann das Finale 1:4.

Nach dem Pfingstwochenende war das Städtchen wie ausgestorben. Einige Restaurants waren sogar geschlossen. Vermutlich warteten sie auf die Hochsaison. Nur im Hotel und am Strand war kein Unterschied festzustellen. Da waren immer noch sehr viele Deutsche unterwegs.

cádiz

   

Wir waren bereits ziemlich früh am Morgen in Cádiz. Die Leute waren beim Frühstück und wir bereuten, bereits gegessen zu haben, denn die Sachen liessen uns das Wasser im Mund zusammenlaufen. Einen Kaffee gönnten wir uns trotzdem, bevor wir uns die Kathedrale anschauen wollten. Leider war diese noch geschlossen und so begnügten wir uns, durch die Gassen zu schlendern und ein paar Fotos zu schiessen.

vorbeigefahren

 

Wir fuhren durch das hübsche Städtchen El Puerto de Santa María, sahen die Strandbesucher in Rota und erhaschten einen Blick auf den Leuchtturm von Chipiona. Unsere nächste Station war:

sanlúcar de barrameda

    

Bevor wir uns ein Mittagessen gönnten, schauten wir uns die Gebäude etwas genauer an. Wir gingen hoch zur ehemaligen Iglesia de la Merced, vorbei am Rathaus und zum Castillo de Santiago. Aus dem Museum und Bodegas Barbadillo kamen Leute und wir machten den Fehler, daran vorbei zu laufen. Einen herrlichen Manzanilla gönnten wir uns nach unserem schweisstreibenden Spaziergang zum Mittagessen in der Barbiana Bar.

Der Kellner war einmalig. Gut gelaunt und mit Zeichensprache empfahl er uns Spezialitäten und sorgte dafür, dass wir uns wohl fühlten. Sein Trinkgeld hatte er sich redlich verdient.

jerez de la frontera

  

Hier wollte ich unbedingt einen Sherry trinken, weshalb ich Reiner durch die engsten Gassen trieb, bis er in einem sehr steilen und superengen Parkhaus das Auto abstellte. Wir gingen dann auch gleich in die nächste Bar und ich genoss einen Sherry, während Reiner leider verzichten musste, denn er wollte uns ja noch sicher nach Conil zurückbringen.

Wir schauten uns die Catedral de Jerez an und liefen am Tio Pepe vorbei zum Alcázar de Jerez. Der Park davor war von einem vorausgegangenen Fest zugemüllt. Das war schade, denn die violett-blau blühenden Bäume waren hinreissend.

Insgesamt hatte mich Jerez eher enttäuscht. Vielleicht lag es am falschen Tag oder an der falschen Zeit, dass so wenig Menschen unterwegs waren. Eine belebte Stadt strahlt sofort viel mehr Charme aus, als eine fast ausgestorbene.

playa la barrosa

Wir waren schon ziemlich spät dran, trotzdem wollte ich mir diesen Strand nicht entgehen lassen. Hätte ich allerdings gewusst, dass die Anfahrt so weit ist, hätte ich darauf verzichtet. Der Strand war schön, aber nicht besser, als derjenige von Conil. Ausserdem hielten sich viel mehr Touristen dort auf, die alle zur selben Zeit den Ort verliessen und so die Strassen verstopften.