unter der sonne andalusiens - tapas und flamenco

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Am Samstag nahmen wir es gemütlich. In den Tag starten wollten wir in der "Bar El Comercio", denn dort gab es die weltbesten Churros. Als wir ankamen, war die Bar bereits brechend voll. Trotzdem ergatterten wir noch ein paar Zentimeter an der Theke und liessen es uns nicht nehmen, wenigsten eine Portion Churros con Chocolate zu geniessen. Einheimische und Touristen standen sich gleichermassen auf den Füssen herum, aber sowohl Reiner wie auch mir gefiel die Atmosphäre hier sehr. Irgendwann war uns das Gedränge dann doch zu viel, so dass wir weiter zogen. Für den heutigen Tag nahmen wir uns das Barrio Santa Cruz vor. Als es uns zu heiss wurde, zogen wir uns für eine Siesta ins Hotel zurück.

     

Gegen Abend ging es erneut durch das Barrio Santa Cruz. Für heute Abend hatten wir im "Los Gallos" eine Flamenco-Show gebucht. Ich war sehr gespannt, was mich erwartete, denn Flamenco war nicht unbedingt meine Leidenschaft. Doch wir wollten es mal live erleben. Als wir ankamen, war der Saal bereits voll, obwohl wir rund zehn Minuten vor Beginn da waren. Wir bekamen in der hintersten Ecke einen bequemen Platz zugewiesen. Dann begann die Show und ich bekam eine Gänsehaut. Es war total beeindruckend, wie die Männer Gitarre spielten und sangen und die Frauen in ihren schönen Kleidern tanzten. Am meisten beeindruckte mich ein männlicher Tänzer mit einer unglaublichen Ausstrahlung. Das einzig störende an dem Abend waren die Gäste am Nebentisch. Eine Frau tippte ständig Nachrichten in ihr Handy. Das helle Display lenkte mich ab. Wenn sie gerade nicht tippte, unterhielt sie sich lauthals mit ihren Freunden oder was es waren. Die Show selbst durfte weder gefilmt noch fotografiert werden. Erst beim Schlussakt gab es ein Zeichen, dass dieses Verbot nun aufgehoben war. Reiner filmte diesen bombastischen Auftritt. Als wir das Video nachträglich anschauten, war ich etwas enttäuscht. Die gesamte Stimmung kam nicht rüber. Flamenco muss man live erleben. Nur dann spürt man die Leidenschaft und das Temperament der Künstler.

Den Abend liessen wir in der "Cervecería Giralda Bar" ausklingen. Bei herrlichen Tapas und Bier, die uns von sehr freundlichen Kellnern serviert wurden, bestaunten wir unzählige wunderschöne Schwarz-Weiss-Fotos an den Wänden.