zwei wochen hongkong - freitag - parktag

freitag - parktag

tim ho wan, das original

Nachdem wir gestern die Tim Ho Wan-Niederlassung nicht gefunden hatten, sollte es heute das Original in Sham Shui Po sein, welches wir dann auch zu unserem Lieblingsfrühstücklokal auserkoren. Der Raum war ganz anders geschnitten, wie in North Point. Das Ambiente gefiel mir besser. Die einfachen Tische und Stühle standen kuschelig eng beieinander, so richtig authentisch.

Normalerweise arbeiteten die Bedienungen teilnahmslos, aber wenn man ihnen ein Lächeln schenkte, kam eines zurück und ich hatte das Gefühl, dass ihnen das gut tat, auch mal etwas wertgeschätzt zu werden.

Wir wurden an die Seite Einheimischer gesetzt, bekamen dann aber zu unserem Erstaunen gleich darauf einen eigenen Tisch. Diesmal bestellten wir die berühmten BBQ Pork Bun und verliebten uns in diese süssen Teigkugeln mit dem herzhaften Schweinefleisch darin. Ob das Tim Ho Wan zurecht einen Michelinstern trug, konnte ich nicht beurteilen, aber die Qualität der Speisen war sagenhaft. Mir gefiel auch, dass trotz seiner Berühmtheit vorwiegend Einheimische hier einkehrten, was aber vielleicht auch an der Tageszeit lag. Die meisten Touristen mögen wohl lieber Kaffee und Gipfeli zum Frühstück.

   

die affen sind los

Meinem Fuss ging es wieder gut, aber ich traute dem Frieden noch nicht ganz. Trotzdem konnte ich nicht bloss rumsitzen, ich wollte schliesslich etwas von Hongkong sehen. Wir nahmen uns den zoologisch-botanischen Garten auf Hong Kong Island vor. Ich erwartete viele Parkbänke, wo ich mich immer wieder ausruhen konnte.

Meine Erwartungen wurden erfüllt. Es hatte sogar so viele Bänke, dass wir unmöglich alle ausprobieren konnten. Vor einem Affenkäfig machten wir es uns gemütlich und beobachteten zwei Gruppen von winzig kleinen Schulkindern, wie sie brav in Zweierreihe händchenhaltend an den Käfigen entlang gingen. Eine Lehrerin führte die Gruppe vorne an, indem sie rückwärts lief, eine zweite bildete jeweils das Schlusslicht.

   

Wir sahen vorwiegend Affen und Vögel und ein paar Schildkröten. Besonders gefallen hatte mir ein Käfig, in dem ein Affe zum anderen ging, ihn anstupste und mit erhobenen Händen davonrannte, während ihm der andere eine wilde Verfolgungsjagd lieferte. Das Gelächter von uns Zuschauern animierte den Anstupser zu noch mehr Blödsinn.

Das Schöne an dem Park war, dass kein Gedränge herrschte, obwohl der Eintritt kostenlos war. Bisschen schade fand ich die massiven Gitterstäbe, die die Sicht auf die Tiere etwas einschränkte.

Ausser den Tieren wuchsen hier auch wunderschöne Blumen und es gab einen grossen Springbrunnen. Viele westlich aussehende Frauen führten asiatische Kinder spazieren. Ich vermutete, dass es sich um Au-pairs oder Nannys handelte, die sich um die Kinder der arbeitenden Bevölkerung kümmerten.

 

abstecher zum hong kong park

Ob ich es übertrieb, wenn wir nun auch noch in den nahe gelegenen Hong Kong Park gingen? Noch war mein Fuss völlig in Ordnung, also wagten wir es.

Eins meiner Ziele war der Walk in den Baumkronen, von dem ich gelesen hatte. Als wir ihn von weitem sahen, stiegen wir unzählige Treppen hinauf, um auf einem Schild kesen zu müssen: "Exit only". Enttäuscht liefen wir wieder runter und gaben für heute auf. Es dunkelte auch schon ein, also verschoben wir unser Vorhaben auf ein anderes Mal.