zwei wochen hongkong - freitag - letzter tag

freitag - letzter tag

Da der nahegelegene Dim Sum King dem berühmten Tim Ho Wan in nichts nachstand - abgesehen von den BBQ Pork Buns - verbrachten wir den letzten Morgen unserer Ferien dort bei Dim Sum und Milk Tea. Danach checkten wir aus und deponierten unsere Koffer an der Rezeption.

wan chai market

Wir nahmen das Tram bis zur O'Brien Road. Erst streiften wir durch einen kleineren Markt und dann durch den bei Einheimischen beliebten Wan Chai Market. Ich bewaffnete mich mit der Kamera, getraute mich aber nicht zu fotografieren, weil ich mir wie ein Spanner vorkam.

Bald schon hatten wir genug halbtote Fische, frisches Gemüse und unbekannte Lebensmittel gesehen. Wir stiegen in den Bus und fuhren zum Hong Kong Park.

hong kong park

Ich sagte zu Reiner: "Komm!", stieg aus und merkte erst jetzt, dass Reiner mich nicht gehört hatte und beinahe weitergefahren wäre. Im letzten Moment hüpfte er aus dem Bus und wir gingen lachend in den Park.

In einem Teich sonnten sich viele Schildkröten. Beim Tai Chi Garden überlegte ich mir, den Aussichtsturm zu erklimmen, entschied mich aber vernünftigerweise dagegen. Weiter des Weges betraten wir ein Haus voller Orchideen und etwas weiter eine Voliere. Unser Hauptziel, der Walk-through-Aviary war unweit davon entfernt.

     

Es handelt sich dabei um eine Art riesige, betretbare Voliere mit exotischen Vögeln darin. Bereits nach dem Eingang auf Höhe der Baumwipfel kam ein frecher, weisser Vogel angeflogen und präsentierte sich selbstbewusst. Wir verbrachten Stunden damit, die Vögel zu beobachten. Einige Papageien liessen sich von Wärtern sogar füttern und stellten sich als Fotomodelle zur Verfügung. Rund 15 Meter tiefer, für Besucher nicht zugänglich, wurden grad Pelikane geduscht, was ihnen offensichtlich sehr gefiel. Auf Tafeln waren die verschiedenen Vögel beschrieben. Erst da fiel mir auf, wie viele verschiedene Exemplare hier ihren Lebensraum hatten.

        

Wir spazierten noch etwas weiter durch den schönen Park. Als wir einmal auf einer Bank Platz nahmen, schlenderte ein Paar vorbei, das uns schon gestern im Nan Lian Garden aufgefallen war. So klein ist also die Welt.

st. john's cathedral

In der Nähe des Hong Kong Parks befand sich die St. John's Cathedral. Für eine Kathedrale war sie ganz schön klein. Schnell hatten wir das Gebäude besichtigt und warteten auf den Bus. Viele andere warteten ebenfalls vergeblich. Es war Rush hour und in der Befürchtung, der Bus, wenn denn endlich einer käme, würde voll sein, gingen wir zu Fuss zum Central.

versöhnung mit central

Noch war eine Menge Zeit, bevor wir Richtung Flughafen aufbrechen mussten. Die Sonne war beim Untergehen und tauchte die Wolkenkratzer in ein herrliches Licht. Wir beobachteten die Leute, die von der Arbeit kamen und zur MTR eilten. Selber hatten wir es nicht eilig. Irgendwann, es war nun dunkel, schlugen auch wir den Weg zur MTR ein. Uns kamen Ströme von Leuten entgegen, die alle zur roten Linie in Richtung Kowloon wollten. Die Abgänge waren verstopft und wir waren froh, dass unsere Linie wesentlich weniger frequentiert war.

 

heimreise

Neben dem Hotel war ein Pacific Coffee, wo wir ein letztes Mal etwas trinken gingen. Alle 20 bis 30 Minuten fuhr ein Bus zum Flughafen. Wir suchten uns eine Verbindung heraus und gingen 15 Minuten vorher zum Hotel, um unser Gepäck zu holen. Als wir die Strasse zur Bushaltestelle überquerten, sahen wir grad den Bus abfahren. Eine frühere Linie hatte wohl Verspätung. An der roten Ampel musste er halten, um uns Fussgänger passieren zu lassen. Der Chauffeur sah uns mit dem Gepäck und liess uns mitten auf der Strasse einsteigen. Das war echt nett.

Die Fahrt zum Flughafen dauerte ein Weilchen. Ich konnte mich von Hongkong verabschieden und die Ferien Revue passieren lassen. Zwei Wochen Hongkong waren bereits vorbei und es gab noch so viel, was ich nicht gesehen hatte.

Ich freue mich auf das nächste Mal. Es werden bestimmt wieder um die zwei Wochen Aufenthalt sein, denn das war perfekt für uns. Wann das sein wird? Wir werden sehen…