zwei wochen hongkong - donnerstag - tempel, kloster und gartenanlagen

donnerstag - tempel, kloster und gartenanlagen

Nach einem weiteren vorzüglichen Frühstück im Dim Sum King bei uns um die Ecke, fuhren wir mit der MTR zur Station Wong Tai Sin. Den gleichnamigen Tempel fanden wir gleich neben dem Ausgang.

wong tai sin tempel und good wish garden

Der Tempel beheimatete gleich drei Religionen: Den Taoismus, den Buddhismus und den Konfuzianismus. Jeder Wunsch sollte wahr werden und so verwunderte es nicht, dass sich die reich verzierten Gebäude grösster Beliebtheit erfreuten.

Als eine der wenigen westliche Touristen wurde mir bewusst, wie gläubig die Chinesen waren. Hände, Füsse und Bäuche von Figuren wurden gerieben, so dass diese Stellen hell glänzten. Überall knieten Leute im Gebet, warfen Stäbchen für die Wahrsager oder brannten Räucherstäbchen ab. Es war eine faszinierende und fremde Welt, auf die wir uns trotz der vielen Menschen einliessen und uns von der Stimmung mitreissen liessen.

   

Besonders lange verweilten wir an einer Stelle mit drei durch Kordeln verbundene Statuen. Vorwiegend junge Frauen banden rote Schnürchen an die Kordeln, so dass diese dick umhüllt waren. Zwischen Gebeten folgten die obligaten Selfies. Auch wir durften uns als Fotografen betätigen. Zum Dank erklärte eine der jungen Frauen aus Shenzhen, dass sie hier um eine gute Ehe baten beziehungsweise dass ihnen das Schicksal einen guten Mann bringen sollte.

 

Hinter der Tempelanlage befand sich der Good Wish Garden. Farbenprächtige Pavillons und Brücken zierten den Teich mit riesiegen Koikarpfen darin. Schade war, dass mehrere Teile des Gartens wegen Umbaus gesperrt waren. Der Garten strahlte eine unglaubliche Ruhe aus, die sich auf uns niederschlug.

Völlig entspannt gingen wir in die Mall etwas trinken und eine Kleinigkeit essen. Als wir fertig waren, rollte ein Wagen mit Gebäck an uns vorbei. Ein betörender Duft stieg in unsere Nasen und obwohl wir satt waren und der Stand unscheinbar war, erstanden wir einen Pinapple Bun gefüllt mit Durian, der Stinkfrucht. Genüsslich teilten wir uns diese Köstlichkeit. Ich glaube, es gibt keine bessere Pineapple Buns auf der ganzen Welt, als diese!

minibusfahrt

Ein paar hundert Meter vom Tempel entfernt fanden wir die Bushaltestelle, von welcher der Bus zum Chi Lin Nunnery, einem bekannten Nonnenkloster führte. Einen kleinen Schreck bekam ich, als mir klar wurde, dass es sich hierbei um einen Minibus handelte, denn in diesen musste dem Fahrer gesagt werden, wo er zu halten hatte. Ob wir das hinkriegen würden?

Trotz der Bedenken stiegen wir ein und setzten uns auf die zwei einzigen freien Plätze - ich neben einen jungen Mann, der mit seinem Handy beschäftigt war. Etwas nervös verfolgte ich unseren Standort auf der online-Karte, um an der passenden Stelle Stop zu rufen in der Hoffnung, dass der Busfahrer das verstehen würde. Mein Sitznachbar fragte nach unserem Ziel und bot an, den Busfahrer zu informieren. Er stieg mit uns aus und zeigte uns den Weg zum Kloster und wo sich der dazugehörige Garten befand. Dankbar verabschiedeten wir uns von dem Studenten, der sogar ein paar Brocken deutsch konnte und machten uns auf zum Kloster.

chi lin nunnery und der nan lian garden

Die Gebäude waren sehr schlicht in dunklem Holz gefertigt und wirkten in meinen Augen sehr edel. Ein grosser Teil der Anlage durfte nicht fotografiert werden, was wir selbstverständlich respektierten, genauso wie wir aus Respekt den Gläubigen gegenüber auf das Fotografieren von betenden Personen verzichteten.

 

Auf der gegenüberliegenden Strassenseite, etwas versetzt zum Kloster, befand sich der riesige Nan Lian Garden, etwas vom Schönsten, das ich in dieser Art gesehen hatte. Besonders hübsch war ein goldgelb leuchtender Pavillon, der mit gebogenen, rotem Brücken übers Wasser erschlossen war. Die Sonne stand perfekt, so dass der der Pavillon wundervoll angestrahlt wurde und aussah, als sei er aus purem Gold.

   

Auf dem weiteren Weg durch den 3.5 Hektar grossen Garten kamen wir an Felsen, Wasseranlagen und wundervollen Pflanzen vorbei. Ein Ort, um der Hektik der Gossstadt entfliehen zu können und auf jeden Fall ein Besuch wert.

Im goldenen Licht fuhren wir mit dem Bus zurück nach Hong Kong Island.