zwei wochen hongkong - montag - hongkong meets japan

montag - hongkong meets japan

Der Sturm hatte sich gelegt, aber es regnete noch immer. Wir starteten den Tag im Tim Ho Wan in Sham Shui Po, unserem Favoriten, was die Kunst der Dim Sum anbelangte. Es war wieder köstlich.

Das Wetter hatte sich nicht gebessert, also wollten wir etwas shoppen gehen, doch irgendwie liegt mir das einfach nicht. Bald schon war ich genervt und hatte nichts gekauft, obwohl ich einige Dinge im Kopf hatte, die ich von Honkong mitnehmen wollte. Wir gaben auf und wollten einen faulen Tag im Hotel verbringen. Leider war ausgrechnet heute das Zimmer noch nicht gemacht, also zogen wir erneut los, um einen weiteren Shoppingversuch zu unternehmen. Wieder kauften wir nichts, hatten aber immerhin Spass in der Lebensmittelabteilung eines japanischen Kaufhauses zu stöbern. An einem Stand bekamen wir winzige Becherchen mit Risotto mit Pilzen, den wir mit zwei Zahnstochern degoustieren konnten. Ich stellte mich furchtbar ungeschickt an und musste feststellen, dass Japaner lieber bei Sushi bleiben sollten.

Früchte, Gemüse, Fleisch und Meeresgetier sahen sehr gut aus. Die Preise waren aber so gesalzen, dass wir wohl auch darauf verzichtet hätten, wenn wir eine Kochgelegenheit gehabt hätten. Bei allen trockenen Dingen konnten wir leider nicht erkennen, was es war und wie wir das hätten zubreiten müssen, so blieben auch die in den Regalen liegen.

Nun war es Zeit für ein spätes Mitagessen. Im Superdon bekamen wir ein japanisches Menü mit einer Misosuppe, einem Salat und einer Schale gefüllt mit Reis und rohem Fisch. Ich hatte das erste Mal Seeigel, der mir gut schmeckte, aber ich nicht zu viel davon essen konnte, denn der Geschmack war sehr intensiv.

Weil das noch nicht genügend "Hongkong meets Japan" war, suchten wir nach einem ausgiebigen Päuschen im Zimmer das Ganguya auf. Das aussergewöhnliche Restaurant lag neben dem Hotel. Von aussen sah es aus wie eine Mischung aus einem Spielwarengeschäft und einem Computergameladen. Comicfiguren zierten das Schaufenster und hätte ich nicht gewusst, dass sich hier ein Restaurant verbarg, hätte ich die Tür nie aufgestossen. So aber stiegen wir die Treppe ins Untergeschoss hinunter und setzen uns an die Theke. Vor uns waren frische Meeresfrüchte aufgebaut, die auf Bestellung zubereitet wurden. Wir entschieden uns für Sashimi und gegrillten Spargel. Das Essen war toll, wir legten aber auch einen schönen Batzen dafür hin.