tanken in den usa

In den Staaten zu tanken ist für jemanden mit einer ausländischen Kreditkarte nicht ganz einfach oder zumindest ungewohnt. Wir erlebten verschiedene Varianten, die ich hier gerne vorstellen möchte. Vorab aber noch ein paar allgemeine Informationen.

Die Amerikaner rechnen nicht in Litern, sondern in Gallonen. Wir sahen im April/Mai 2014 Preise für eine Gallone "Regular" von $ 3.38 bis $ 6.20, was deutlich günstiger war, als in der Schweiz oder in Deutschland, denn eine Gallone enthält 3.785 Liter. Umgerechnet sind das CHF 0.80 bis CHF 1.47 für den Liter.

Neben Diesel gibt es drei Sorten Benzin zu kaufen: "Regular (oder Unleaded)", "Plus (oder Mid-Grade)" und "Premium (oder Supreme)". Bei der Mietwagenannahme wurde uns gesagt, dass wir "Regular" tanken sollen, also die günstigste Sorte mit der niedrigsten Oktanzahl.

Alle Zapfsäulen, denen wir begegneten, waren mit einem Automaten ausgestattet, der auch bei geöffneter Kasse in Betrieb war. Im Gegensatz zu Schweizer Tankstellen wird jedoch nie der Pincode eingegeben. Diesen benötigt man in Amerika nur am Bankautomaten, aber nie in Läden oder Tankstellen, ansonsten ist etwas faul.

Hier nun die verschiedenen Varianten:

mit kreditkarte am automaten bezahlen

  • Kreditkarte in angezeigter Richtung in den dafür vorgesehenen Schlitz stecken und sofort wieder herausziehen
  • Ev. Quittung wählen (manchmal kommt sie automatisch)
  • Gewünschte Oktanzahl wählen
  • Tanken; dafür den "Nozzle" (Zahpfhahn) in den Tank stecken
  • Quittung entnehmen
  • fertig

Dies ist die einfachste Art zu tanken, funktioniert aber meist nur bei kleineren Tankstellen oder billigeren Ketten.

zip an kasse erfragen

  • Kreditkarte in angezeigter Richtung in den dafür vorgesehenen Schlitz stecken und sofort wieder herausziehen
  • "ZIP" (Postleitzahl) eingeben; funktioniert nur, wenn eine amerikanische Kreditkarte verwendet wird, deshalb:
  • Beim Kassierer nach der funktionierenden Postleitzahl fragen
  • Postleitzahl eingeben
  • Gewünschte Oktanzahl wählen
  • Tanken; dafür den "Nozzle" (Zahpfhahn) in den Tank stecken
  • Quittung entnehmen
  • fertig

Diese Variante funktionierte bloss einmal, auch wenn die Kassiererin meinte, dass wir das überall in Kalifornien so handhaben könnten.

kreditkarte an kasse hinterlegen

  • Kreditkarte in angezeigter Richtung in den dafür vorgesehenen Schlitz stecken und sofort wieder herausziehen
  • "ZIP" (Postleitzahl) eingeben; funktioniert nur, wenn eine amerikanische Kreditkarte verwendet wird, deshalb:
  • Mit der Kreditkarte zum Kassierer gehen und ihn bitten, volltanken zu dürfen
  • Kassierer behält die Kreditkarte bei sich und schaltet die Tanksäule frei (ich blieb immer bei meiner Kreditkarte während Reiner tankte)
  • Gewünschte Oktanzahl wählen
  • Tanken; dafür den "Nozzle" (Zahpfhahn) in den Tank stecken
  • An der Kasse mit der hinterlegten Kreditkarte bezahlen
  • fertig

Aus Angst vor einem Kreditkartenmissbrauch blieb ich immer in der Nähe des Kassierers stehen. Ich glaube aber, dass dies nicht nötig gewesen wäre, denn für die Kassierer war es das normalste auf der Welt, die Kreditkarte entgegen zu nehmen und sie erst wieder anzufassen, wenn der Kunde bezahlt.

vorab "gas" (benzin) kaufen

  • Mit Kreditkarte oder bar (manchmal günstiger, als mit Kreditkarte) beim Kassierer Benzin für einen bestimmten Betrag (z.B. $ 40) erwerben
  • Gewünschte Oktanzahl wählen
  • Tanken; dafür den "Nozzle" (Zahpfhahn) in den Tank stecken
  • fertig

betrag hinterlegen, rest zurückfordern

  • Mit Kreditkarte oder bar (manchmal günstiger, als mit Kreditkarte) beim Kassierer einen bestimmten Betrag (z.B. $ 50) hinterlegen
  • Gewünschte Oktanzahl wählen
  • Tanken; dafür den "Nozzle" (Zahpfhahn) in den Tank stecken
  • An der Kasse den zuviel bezahlten Betrag zurückfordern
  • fertig

nach dem tanken an kasse bezahlen

  • Gewünschte Oktanzahl wählen
  • Tanken; dafür den "Nozzle" (Zapfhahn) in den Tank stecken
  • An der Kasse bezahlen
  • fertig

Diese bei uns übliche Methode kam mir in den USA so fremd vor, dass ich ihm erst gar nicht glauben konnte, als mir der Kassierer dieses Prozedere erklärte.