Gnuwanderung in der Masai Mara
Gnuwanderung in der Masai Mara

kenia - einzigartige gnuwanderung - Heimreise

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Wir haben noch eine lange Fahrt nach Nairobi vor uns. Wegen des Flughafenbrandes müssen wir bereits vier Stunden vor Abflug am Flughafen eintreffen. Auf dem Weg eröffnet uns Moses, dass er uns nicht bis Nairobi fahren wird, es einen erneuten Fahrerwechsel geben wird. Ich bin etwas enttäuscht. Viel lieber hätte ich mich am Flughafen von ihm verabschiedet.

Unser Mittagessen nehmen wir im „The Trout-Tree Restaurant“ in Nanyuki ein, welches sich wie der Name es verrät, auf Forellen spezialisiert hat. Fangfrische Forellen dominieren entsprechend auch die Speisekarte und sind extrem lecker. Das Restaurant ist inmitten eines Feigenbaums erbaut, in dem sich Colobus-Affen und Klippschliefer herumtollen. In einem Teich werden die besagten Forellen gezüchtet. Ein kleines Paradies ist hier entstanden.

Wir warten auf den Fahrer, der uns nun weiter chauffieren wird. Doch dieser kommt nicht. Steffi, die aus Bens Gruppe noch eine weitere Woche in Kenia verbringen will, sollte von Moses zurück in die Rhino Watch Lodge gebracht werden. Auch für sie heisst es nun warten.

Schliesslich, nachdem wir noch ein Gruppenfoto gemacht haben, entscheidet sich Moses, dem neuen Fahrer entgegen zu fahren. Wir quetschen Steffis Gepäck und sie selber in unseren Landcruiser. Auf offener Strasse nehmen wir dann den Fahrerwechsel vor. Nach einem kurzen und schmerzlosen Abschied von Moses und Steffi, sitzen wir in einem Transitfahrzeug mit Martin am Steuer.

Die Fahrt zieht sich hin. Karin und Ulli müssen als erstes am Flughafen sein, denn ihr Flug nach Uganda, wo sie auf die Suche nach Gorillas gehen werden, geht bereits um 22:40 Uhr. Reiner, Regine, Andreas und ich haben noch eine Dreiviertelstunde mehr Zeit. Die Strecke ist teilweise recht steil, so dass sich die Lastwagen nur im Schneckentempo die Strasse hochquälen können. Martin ist ein vorsichtiger Autofahrer und überholt nur bei äusserst übersichtlichen Stellen. Die Zeit vergeht und als Karin fragt, wie lange es noch bis Nairobi dauert, antwortete Martin: „Zwanzig Minuten“. Das müsste reichen, denn sie haben bis zum Check-In noch über eine Stunde Zeit.

Doch es dauert und dauert. Als wir endlich den Flughafen erreichen, ist es 18:45 Uhr. Wir verabschieden uns eilig von Karin und Ulli. Martin darf nicht in den Flughafen-Bereich, dafür ist ein gültiges Flugticket erforderlich. Mit Hilfe von freundlichen Flughafenmitarbeitern finden wir unser Terminal. Wir müssen noch etwas warten, bevor wir einchecken können. Als es soweit ist, werden wir äusserst freundlich, hilfsbereit und speditiv abgefertigt. Anstelle eines grossen Duty Free Bereichs erwartet uns ein Zelt, in dem wir die verbleibenden zwei Stunden warten können, bis wir an Bord der Swiss Maschine gehen können. Auch Benjamin, der nach Brüssel und weiter nach Berlin fliegt, treffen wir im Wartebereich wieder. Dann wird unser Flug aufgerufen. Das Aufrufen erfolgt nicht über einen Lautsprecher. Eine Frau geht von Reihe zu Reihe und erklärt, wer als nächstes ins Flugzeug einsteigen darf. Dafür, dass wir uns in einem Drittweltland befinden und ein so schwerer Schaden am Flughafen entstanden war, funktioniert alles bewundernswert gut.

Wir heben ab und verlassen das wunderschöne Land mit den freundlichen Menschen, den wilden Tieren und den eindrücklichen Landschaften. Es ist ein Abschied, aber ein Abschied auf Zeit, denn wir kommen wieder, versprochen!

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